Das Buch Ihres Lebens

Wanderlieder

Wanderlieder, Lieder vom Reisen, von Seefahrten und Abenteuern

Wir wollen zu Land ausfahren

Text: Halmar Kutzleb – Melodie: Kurt von Burkersroda

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Wir wollen zu Land ausfahren

Wir wollen zu Land ausfahren, wohl über die Fluren weit,
aufwärts zu den klaren Gipfeln der Einsamkeit.
Lauschen, woher der Sturmwind braust,
schauen, was hinter den Bergen haust,
und wie die Welt so weit, und wie die Welt so weit.

Fremde Wasser dort springen, sie sollen uns Weiser sein,
wo wir wandern und singen Lieder ins Land hinein.
Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt,
so sind wir geborgen und schausen uns satt,
und die Flammen leuchten darein.

Und wandelt aus tiefem Tale heimlich und still die Nacht,
und sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht,
dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald,
so hört ihr und seht ihr manch’ Zaubergestalt,
die wallt mit uns durch die Nacht.

Es blühet im Walde tief drinnen die blaue Blume fein,
die Blume zu gewinnen, ziehn wir in die Welt hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Bach,
und wer die blaue Blume finden will,
der muß ein Wandervogel sein.

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Wir reiten geschwinde durch Feld und Wald

Text und Melodie: Volkslied

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Wir reiten geschwinde durch Feld und Wald

Kanon zu 3 Stimmen

Wir reiten geschwinde durch Feld und Wald,
wir reiten bergab und bergauf.
Und fällt wer vom Pferde, so fällt er gelinde
und klettert behend wieder auf.

Es geht über Stock und Stein,
wir geben dem Rosse die Zügel
und reiten im Sonnenschein,
so schnell, als hätten wir Flügel.

Heißa, hussa!
Über Stock und über Stein.
Heißa, hussa!
Und in den Stall hinein!

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Wenn die bunten Fahnen wehen

Wenn die bunten Fahnen wehen,
geht die Fahrt wohl übers Meer.
Woll’n wir ferne Lande sehen,
fällt der Abschied uns nicht schwer.
Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken,
klingen die Lieder weit übers Meer.

Sonnenschein ist unsre Wonne,
wie er lacht am lichten Tag.
Doch es geht auch ohne Sonne,
wenn sie mal nicht scheinen mag.
Blasen die Stürme, brausen die Wellen,
singen wir mit dem Sturm unser Lied.

Hei, die wilden Wandervögel
ziehen wieder durch die Nacht,
singen ihre alten Lieder,
dass die Welt vom Schlaf erwacht.
Kommt dann der Morgen, sind sie schon weiter
über die Berge, wer weiß, wohin?

Wo die blauen Gipfel ragen,
lockt so mancher steile Pfad,
immer vorwärts, ohne Zagen,
bald sind wir dem Ziel genaht!
Schneefelder blinken, schimmern von ferne her,
Lande versinken im Wolkenmeer.

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Im Frühtau zu Berge

Text: Walter Hensel – Melodie: Volkslied aus Schweden

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Im Frühtau zu Berge

Im Frühtau zu Berge wir gehn, fallera,
es grünen die Wälder, die Höhn, fallera.
Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen
noch eh im Tale die Hähne krähn.
Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen
noch eh im Tale die Hähne krähn.

Ihr alten und hochweisen Leut’, fallera,
ihr denkt wohl, wir wären nicht gescheit, fallera.
Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen
in dieser herrlichen Frühlingszeit.
Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen
in dieser herrlichen Frühlingszeit.

Werft ab alle Sorgen und Qual, fallera,
und wandert mit uns aus dem Tal, fallera.
Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen.
Kommt mit und versucht es doch selbst einmal.
Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen.
Kommt mit und versucht es doch selbst einmal.

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Das Wandern ist des Müllers Lust

Text: Wilhelm Müller – Melodie: Carl Friedrich Zöllner

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Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust,
das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern.
Das muß ein schlechter Müller sein,
dem niemals fiel das Wandern ein,
dem niemals fiel das Wandern ein, das Wandern.

Vom Wasser haben wir’s gelernt,
vom Wasser haben wir’s gelernt, vom Wasser:
Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser.

Das sehn wir auch den Rädern ab,
das sehn wir auch den Rädern ab, den Rädern:
Die gar nicht gerne stillestehn,
die sich bei Tag nicht müde drehn,
die sich bei Tag nicht müde drehn, die Räder.

Die Steine selbst, so schwer sie sind,
die Steine selbst, so schwer sie sind, die Steine:
Sie tanzen mit den muntern Reihn,
und wollen gar noch schneller sein,
und wollen gar noch schneller sein, die Steine.

O Wandern, wandern, meine Lust,
o wandern, wandern, meine Lust, o wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
laßt mich in Frieden weiterziehn,
laßt mich in Frieden weiterziehn und wandern!

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Aus grauer Städte Mauern

Text: Hans Riedel – Melodie: Robert Götz

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Aus grauer Städte Mauern

Aus grauer Städte Mauern
ziehn wir durch Wald und Feld.
Wer bleibt, der mag versauern,
wir fahren in die Welt.
Halli, hallo, wir fahren,
wir fahren in die Welt.
Halli, hallo, wir fahren,
wir fahren in die Welt.

Der Wald ist unsre Liebe,
der Himmel unser Zelt,
ob heiter oder trübe,
wir fahren in die Welt!
Refrain
Halli, hallo, wir fahren, …

Die Sommervögel ziehen
wohl über Wald und Feld.
Da heißt es Abschied nehmen;
wir fahren in die Welt!
Refrain
Halli, hallo, wir fahren, …

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Auf der schwäbsche Eisebahne

Text und Melodie: Volkslied

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Auf der schwäbsche Eisebahne

Auf der schwäbsche Eisebahne gibt’s gar viele Haltstatione.
Stuegert, Ulm und Biberach, Meckebeure, Durlesbach.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Stuegert, Ulm und Biberach, Meckebeure, Durlesbach.

Auf der schwäbsche Eisebahne gibt’s au viele Restratione,
Wo ma esse, trinke ka, alles was der Mage ma.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Wo ma esse, trinke ka, alles was der Mage ma.

Auf der schwäbsche Eisebahne dürfet Kuh und Öchsle fahre.
Bube, Mädle, Weib und Ma, kurzum älls was zahle ka.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Bube, Mädle, Weib und Ma, kurzum älls was zahle ka.

Auf der schwäbsche Eisebahne wollt emol e Bäuerle fahre,
Goht an Schalter, lupft de Huet: “Oe Billettle, send so guet!”
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Goht an Schalter, lupft de Huet: “Oe Billettle, send so guet!”

Einen Bock hat er sich kaufet. Und dass er ehm net verlaufet,
Bindet ehn der guete Ma an de hintre Wage na.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Bindet ehn der guete Ma an de hintre Wage na.

“Böckle tu nur woidle springe. S’ Futter werd i dir scho bringe.”
Setzt se zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Setzt se zu seim Weible na und brennt’s Tabakspfeifle a.

Wie der Bauer isch am Ziel und sei Böckle hole will,
Find’t er bloß no Kopf und Seil an dem hintre Wageteil.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Findt’t er bloß no Kopf und Seil an dem hintre Wageteil.

Und der Bauer voller Zorne nimmt de Kopf bei beide Horne.
Schmeißt ehn, was er schmeiße ka, dem Konduktör an Ranze na.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Schmeißt ehn, was er schmeiße ka, dem Konduktör an Ranze na.

Warum bischt so gschwind gefahre? Du muscht jetz de Schade zahle.
Du alloi bischt schuld do dran, dass i jetzt kei Bock meh han.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Du alloi bischt schuld do dran, dass i jetzt kei Bock meh han.

So jetzt war dies Liedle gsunge. Hat euch recht end Ohre klunge.
Stoßt mit eure Gläser a aufs Wohl dr schwäbsche Eisebah.
Trula trula trulala, trula trula trulala.
Stoßt mit eure Gläser a aufs Wohl dr schwäbsche Eisebah.

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